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Spurensuche 8 I Eine Veranstaltung der ASSITEJ in Kooperation mit dem Theater Marabu und der Brotfabrik Bonn |
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„Nichts Großes wurde je ohne Begeisterung erreicht“ Vom 28.Mai bis zum 3.Juni 2008 fand zum 8.ten Mal das ASSITEJ Arbeitstreffen der freien Kindertheater “Spurensuche” statt. Wie auch in den vergangenen Jahren hatte sich das Arbeitstreffen ein Thema gegeben: Motivation. Damit sind die Beweggründe gemeint, die uns antreiben Theater für ein junges Publikum zu machen und die uns zu Inhalt und Form einer Inszenierung führen. Was bewegt uns TheatermacherInn in unser Arbeit und was wollen wir bewegen?
Die ausgewählten Inszenierungen Helios Theater “Aus dem Haus heraus” Monteure „Punkt Punkt Komma Strich“ Das Weite Theater /„Als die Welt noch jung war” Theater Wrede
„Prinzessin Wachtelei mit dem goldenen Herzen“ Theater Pfütze
“Parzival - Ritter, Ritter, Ritter”“
Die Gastspiele AGORA Theater / Belgien „Die Kreuzritter“ Gyula Molnàr / Italien „Gagarin“ Theatergroep Max. / Niederlande „Vorstellung, in der hoffentlich nichts passiert“
vom Theater Marabu “Täglich Seife” JungeBühneBonn | Jugendprojekt vom Theater Marabu
Die fünf ausgewählten Theaterinszenierungen für Kinder wurden im Inszenierungsgespräch besprochen. Prof. Dr. Christel Hoffmann | Dramaturgin und Theaterwissenschaftlerin und Albert Wendt | Autor haben alle Ensemblegespräche moderiert.
Im Spanischen steht der Begriff „loco“ für die Worte „verrückt sein“ und „toll“.Wir ergänzen ihn um den Begriff „motive“ und laden unter dem Titel loco-motive zu Gesprächen und Vorträgen über das Theater ein. Mit den loco-motiven sollen Impulse für die Arbeit der Kindertheater gegeben und zu Diskussionen angeregt werden, damit der Treibstoff nicht ausgeht und alles in Bewegung bleibt. „Der unsichtbare Zuschauer“ / Eröffnungsreferat von Marcel Cremer „Dichten und Sagen - Sprache im Theater“ / Einführungsreferat von Albert Wendt mit anschließendem Gespräch „Theaterräume“ / ein Vortrag von Roland Söderberg Assitej - Gespräch über das freie Kindertheater Von der „Spurensuche 8“ zur „Spurensuche 9“
Von Anfang an, seit der 1. Spurensuche im Oktober 1992 auf Kampnagel in Hamburg, sind die künstlerischen Werkstätten ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitstreffens freier Kindertheater. Sie waren stets ein Ort der Begegnung und des Austausches, aber auch ein Ort um Dinge beim Namen zu nennen: In den Qualitätswerkstätten, in Dramaturgiewerkstätten, in den Werkstätten von Christel Hoffmann „Ich sehe was, was du nicht siehst.“ Vor allem aber waren sie ein Ort des praktischen Erkundens. Die Konzeption der Spurensuche wurde im Laufe der Zeit immer wieder hinterfragt und variiert. Seit der Spurensuche in Hannover 1996 standen die Werkstätten unter einem Motto: „Spielen mit Godot“, „Melancholia“, „Stille“, „Horizonte“. Mit der 8. Spurensuche in Bonn wurde nun erneut die Konzeption verändert. Die Ateliers werden als „Laboratori“ konzipiert, die sowohl auf die gezeigten Inszenierungen wie auch auf das Thema der Spurensuche „Motivation“ Bezug nehmen. Die Konzeptionen und/oder einzelne Aspekte der ausgewählten Inszenierungen werden erkundet und im Hinblick auf den Kommunikationsprozess zwischen Bühne und Zuschauerraum befragt. Das kann je nach Atelier ein Ausschnitt aus einem Stücktext, eine Spielweise oder ein künstlerisches Ausdrucksmittel sein. Praktische Erkundung und das „Betrachten des Gespielten im Spiel“ wird in den Ateliers miteinander verknüpft. „Motivation“ stellt die Frage nach dem „Antrieb, den Gründen und Begründungen“ im eigenen künstlerischen Schaffen. Es führt zugleich zurück zur ersten Spurensuche, auf welcher die Frage nach der künstlerischen Qualität der eigenen Arbeit im Mittelpunkt stand und nach dem künstlerischen Wollen und den zugrunde liegenden ethischen Vorstellungen gefragt wurde. „Beim Austausch über die Qualität kann es ja nicht darum gehen, eindeutig festzulegen was richtig und was falsch ist, sondern wichtig ist das Wecken der Neugier auf die Arbeit anderer, das Akzeptieren und Verstehen von Unterschieden, das Herausfinden was jemand können will- um dies dann zu vergleichen mit dem was effektiv zu sehen ist.“ (Christan Bleiker 1992) Das Thema „Motivation“ weist über diese Fragestellungen hinaus, indem Inszenierungen und Ateliers aufeinander Bezug nehmen und das Wechselspiel von Bühne und Zuschauerraum bei den Inszenierungen, den Gesprächen und den Ateliers ins Zentrum rückt.
Atelier I – Regie Enrico Beeler (Schweiz) | Regisseur, Schauspieler und Autor Atelier II – Regie Tatjana Rese (Deutschland) | Regisseurin und Autorin Atelier III – Bühnenbild Roland Söderberg (Schweden) | Szenograph und Bühnenbildner Atelier IV – Theater mit Objekten Gyula Molnar (Longiano / Italien) | Schauspieler, Regisseur Atelier V – Tanz Lara Kugelmann | Tänzerin und Choreografin Annett Israel | Dramaturgin
Personen Künstlerische Endredaktion Künstlerische Leitung Bonn Organisatorische Gesamtleitung und Öffentlichkeitsarbeit Koordination Ateliers und überregionale Pressearbeit Konzeption und Koordination Ateliers Organisationsassistenz Theaterpädagogik Organisation Brotfabrik Leitung Technik |