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PROJEKTE |
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Miteinander leben (Fotos: Meike Lindek) “Miteinander leben” ist ein vom Ministerpräsidenten des Landes NRW, der Stadt Bonn und der Rhein-Energie Stiftung Kultur, gefördertes Kultur-Projekt, das jährlich neu ausgeschrieben wird mit dem Ziel verschiedenste Bevölkerungsgruppen und Kulturen zusammenzubringen. Die inhaltlich Ausrichtung verfolgt dabei immer einen besonderen Schwerpunkt. Das Projekt wird organisiert und durchgeführt von marabu projekte e.V. und der Kreativen Werkstatt für Kinder und Jugendliche in der Brotfabrik“ Bisherige Projekte: Anlässlich der Artenvielvalt-Konferenz in Bonn hat sich das diesjährige Projekt mit der Frage beschäftigt, was die Vielfalt unter und Menschen
ausmacht und wie wir diese schützen können. 80 Kinder verschiedener Schultypen waren für vier Tage auf dem Gelände der “Brotfabrik” unterwegs und haben sich sowohl fachlich über die biologische Vielfalt in speziellen Spielwerkstätten informieren können, als sich auch künstlerisch mit dieser Vielfalt beschäftigt.
So durchwanderten die Kinder die Spielwerkstätten “Sonnernenergie” in denen solarbetrieben Gefährte gebaut wurden, lernten in der “Artenvielfalt” Werkstatt verschieden Lebensarten kennen, um sie anschließend eigenständig über 100 Arten auf dem Gelände der “Brotfabrik” selbst nachzuweisen oder untersuchten den Stromverbrauch vetrschiedner elektrischer Haushaltsgeräte. In den Kunstateliers “Tanz” “Wort” “bildene Kunst” “Objekt” wurden dann künstlerisch zum Thema gearbeitet. Dabei durchliefen alle Kinder alle Ateliers, um sich dann für einen Schwerpunkt zu entscheiden, der ihnen besonders lag. In einem Open space wurden die verschiedenen Ergebnisse der Ateliers dann zusammgefügt und zu einem Gesamtkunstwerk vernetzt.
2007 Portrait eines Stadtteils“ In verschiedenen künstlerischen Aktionen und Erkundungen sollte versucht werden, ein Portrait des Stadtteils Beuel zu „zeichnen“. Wie und wer lebt hier miteinander? Wer sollte was von wem erfahren? Wer hinterlässt wie seine Spuren und wo? Wie wird der öffentliche Raum miteinander geteilt oder wo kann man eigentlich etwas miteinander machen? Welche Wünsche und Erwartungen sind mit dem Begriff „miteinander leben“ verknüpft? Sind diese Wünsche Realität? Einen Schwerpunkt legten wir dabei auf die generationenverbindende Angebote. Wir möchten Menschen jeden Alters die Gelegenheit verschaffen miteinander in Kontakt zu treten und ihre Ansichten und Erfahrungen zum Thema in einem kreativen Prozess auszutauschen und darzustellen.
2006 ORIENTierung - Eine Projektwoche mit 80 Kindern in der Ennert Grundschule in Beuel (Fotos: Meike Lindek)
2005 Fremdes wird spielerisch vertraut Eine Woche lang stand in der Klasse 3b der Beethovenschule Theaterspielen auf dem Stundenplan. 21
Schüler übten das Stück “Gigamesch und Enkidu” ein, das davon erzählt, wie der Halbgott Gilgamesch sich mit seinem Gegenspieler Enkidu verbündet, um den Dämon Chumbaba zu besiegen. Das Märchen
spielt in der uralten Stadt Uruk in Mesopotamien, dem heutigen Irak. Das Theaterstück war Teil des Kulturprojektes “ORIENTierung”, das vom Land Nordrhein-Westfalen initiiert wurde. Im Mittelpunkt steht
der Dialog zwischen Orient und Okzident, der auf kreative Weise gefördert werden soll. Gemeinsam mit Klassenlehrerin Barbara Brüse sowie TIna Jücker und Claus Overkamp vom Beuler Theater “Marabu” entwarfen die Kinder
Gesichtsmasken, Kostüme und Kulissen und durften sich auch einige Texte selbst ausdenken. Im Spiel mit den Masken sollten die Kinder lernen, wie Fremdes vertraut werden kann. Musikalisches
Neuland betrat eine Gruppe von Schülern zudem, als sie mit dem irakischen Musiker Saad Thamir Trommelrhythmen aus seiner Heimat einübte. Sogar ein irakisches Kinderlied brachte Thamir den
Drittklässlern bei.Während der Proben ergabnen sich viele Fragen zum alten Mesopotamien, aber auch zur heutigen Situation im Irak. Und da erwies sich Saad
Thamir natürlich als gefragter Gesprächspartner, der den Kindern viel über sein Heimatland und seine Geburtsstadt Bagdad erzählen konnte. Nach einer Woche intensiver Probenarbeit wurde das Stück in
der Turnhalle der Beethovenschule aufgeführt. “Dass ich wieder einen Freund habe”, fand Dilara an ihrer Rolle am schönsten, während Frederik trocken kommentierte: “Happy-End ist immer gut.”
Unter dem Begriff Experimentierplatz wollen wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich
künstlerisch auszudrücken und sich in dem jeweiligen Bereich zu qualifizieren.
Theater Marabu zeigt das Stück "Ausgestiegen/Abgefahren"
Das Stück, das Jerat gemeinsam mit ihren drei jungen Schauspielern entwickelt hat, ist das vierte in dieser Reihe. Die jungen Menschen sind
unterwegs zum Erwachsenenleben und zu sich selbst. Zugfahrten sind ein durch eingespielte Videos markierter dramatischer Leitfaden. Die Bühne ist ein auf dem Boden markierter schmaler Laufsteg, mit der Tür zur Fahrerkabine
(tatsächlich sitzt dahinter die Technik mit Bene Neustein am Steuerpult) und zwei von der Decke hängende Fensterrahmen als U- oder S-Bahnwagen definiert.
Bisherige Experimentierplätze:
Freier Fall aus der Gesellschaft. “Ein Stück Autokino” - Das Marabu Theater wird zur Experimentierbühne.
Also alles nur vom Kino geklaut? Keinesfalls, denn die Inszenierung unterwandert geschickt die
Genregrenzen zwischen Film und Theater. Wenn Hannah Biedermann als eine der jungen Wilden die Bank überfällt, sieht das auf der Leinwand brutal echt aus. Aber die Kamera filmt natürlich nur einen
Ausschnitt und das vermeintliche Opfer, das scheinbar rücksichtslos zusammengeschlagen wird, ist auf der Bühne nicht mehr als eine hohle Perücke. Mit Lippenstift, Schminke, Sonnenbrillen, Perücken und
einem Autowrack proben Biedermann und Manuela Neudegger den freien Fall aus der Gesellschaft. Sich selbst verfolgen sie als das komische Kripo-Duo Schmidt und Schmitz, das als schräge Kreuzung aus
Film Noir und Tatort den beiden Aussteigerinnen ständig mit Tatütata und Megaphon auf den Versen ist. “Ein Stück Autokino” ist mehr als eine Versuchsanordnung für den cineastischen Egotrip, sondern eine traumhafte Achterbahnfahrt. Bonner Rundschau vom 29.09.2007 Hier finden Sie eine sehr lesenswerten Erfahrungsbericht über diesen Experimentierplatz von Eva von Schweinitz: Erfahrungsbericht
Die Schönen und die Biester. Anita Pops beeindruckendes Regiedebüt mit dem Stück "Spieglein, Spieglein" in der Beueler Theaterwerkstatt der Brotfabrik. Bonn. Alexandra Böhne, Alice Gruia und Julia Rehn treten nahezu perfekt besetzt als Frauen unbestimmbaren Alters und Beziehung auf. Anfangs sind sie noch kleine Schwestern, die im Nachthemdchen um die Gunst ihrer Eltern wetteifern. Darauf sind sie, scheinbar ohne die Rollen zu wechseln, Teenies, die gemeinsam in die Disco gehen und aus denen immer schärfere Rivalinnen werden. Auch das Fitnessstudio und die Berufswelt sind Stationen in diesem ausgearbeiteten Frauenbild.
Jederzeit im Bühnenbild integriert: an die fünfzig Barbiepuppen. Die Puppen als Symbol für dauerhafte
Schönheit sind eine der wenigen Konstanten, an die sich die drei Schauspielerinnen klammern können, während ihre Figuren sich zwischen Erwartungen, Missgunst, Phrasen und Bedürfnissen zu orientieren
versuchen, wobei als großes Leitmotiv immer wieder die Rivalität zwischen den Dreien aufbricht. |