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Gustav, der Flugradbauer

Die Eigeninszenierung “Gustav, der Flugradbauer” von Sonka Müller (Spiel), Theater Patati Patata Reutlingen, und Claus Overkamp (Regie), Theater Marabu Bonn, feierte im Juli 2011 seine Uraufführung und ist am 05.02.2012 um 16 Uhr und am 06.02.2012 um 10 Uhr nun auch im Theater Marabu zu sehen.

 

Vom Lebenstraum, endlich abzuheben

Tübingen. »Liebe Flugfreunde«, lautete die Begrüßung am Donnerstagabend im Tübinger Sudhaus. Sonka Müller vom Theater Patati-Patata verkörperte an jenem anregenden Premierenabend in »Gustav, der Flugradbauer« eine schillernde Figur: Gustav Mesmer. In dieser Gestalt verschmelzen Tragik  und Lebensfreude ineinander. Tragisch, da man ihn mehrere Jahrzehnte seines Lebens in Psychiatrien festgehalten hat. Lebensfreude war  trotzdem immer da.

 
Man findet sich in einer kurios gestalteten Werkstatt wieder, die  voller Gerümpel, Werkzeug und Schrottteile steht. Und mitten drin eine Frau, Sonka Müller, die einfach zu erzählen beginnt. Manchmal  hochdeutsch, doch zumeist mimt sie wunderbar in urschwäbischem Dialekt den kauzigen Mesmer. »Isch guat, gel? Des goht fei schnell. Heidablitz.«
Zunächst wird einfach eine Papierrolle als »Lehrschrift für galante Flugapparate« abgerollt. Doch das ist beileibe nicht alles. Raffiniert ist, wie aus einem  Werkzeugtisch nach und nach ein völlig bizarres Fluggerät entsteht. Ein Teil nach dem anderen wird angefügt: mehrere Räder, ein Lenker, ein  Sattel, sodann ein Regenschirm, an dem diverse bunte Dinge hängen.  Zuletzt kommt Gustav alias Sonka mit zwei großen Flügeln daher, setzt sich auf das Gebilde des Werkzeugtisches und siehe da, es fährt und alles dreht sich, selbst der Schirm.

 

 

 

 

An dieser Stelle wurde erst einmal kräftig geklatscht. Man konnte gar nicht begreifen, dass diese wackelige Angelegenheit überhaupt benutzbar ist. Toll auch, wie Gustav zwischendurch wie besessen anfängt zu basteln und zu tüfteln. Hier lässt sich eindrucksvoll die verspielte und verrückte  Art des Außenseiters und Spinners erkennen, dem es im Grunde genommen gar nicht so sehr um das Fliegen an sich ging - es klappte ja eh nie -  sondern darum, seine Träume und Visionen zu haben und zu verwirklichen.  ... . Adalbert Sedlmeier trug mit seinem erfindungsreichen Bühnenbild dazu bei, Claus Overkamp mit der Regie und natürlich Sonka Müller mit ihrem Schauspiel. So entstand ein originelles Bild vom Eigenbrötler mit Sprungfederschuhen und ausgefallenen Flugmodellen. Fazit: ein Spaß nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, die das Träumen noch nicht verlernt haben. Reutlinger Generalanzeiger vom 09.07.2011

 

 

 

 

Ein vor Kreativität sprühendes Kinderstück
In urschwäbischem Dialekt kehrt Müller die Zweifel und Gefühlswallungen Mesmers nach außen, schraubt sich singend durchs Gerümpel, lässt mit einem Bogen eine Geige singen. ... . Ein fantasievolle und anregendes Kinderstück ist der Schauspielerin Sonka Müller und dem Regisseur Claus Overkamp vom Bonner Theater Marabu mit “Gustav, der Flugradbauer” gelungen. Eines bei dem es gar nicht mal so sehr ums Fliegen selbst geht, als vielmehr darum, wie man mit Fantasie und Hartnäckigkeit seinen Traum in die Tat umsetzt. Am Ende sitzt Sonka Müller auf ihrem Fluggerät und wenn man genau hinsieht, hat man das Gefühl sie hebe ab.
Viel Beifall und Bravorufe gab es für dieses Plädoyer für die Fantasie und fürs Anderssein.
Reutlinger Nachrichten 12.07.2011

weitere Infos unter: www.theaterpatati.de

 

 

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“Heute: KOHLHAAS”  - Koproduktion von Theater Marabu und Theater AGORA (B)

Eine Künstlerfamilie zieht mit ihrem Wandertheater über die Lande und erzählt Geschichten. Die fünf Darsteller und Darstellerinnen sind Nachfahren der Gaukler und Bänkelsänger. Sie  erzählen und spielen ihre Greuelgeschichten und Schauerballaden  für das Volk. Sie machen Volkstheater.
Einfach, direkt und ungehobelt. Humorvoll und zuweilen grotesk.

Heute spielen sie „Kohlhaas“, die Geschichte vom Pferdehändler, der mit seiner Frau in Brandenburg einen Hof besaß, friedlich seinem Gewerbe nachging und seine fünf Kinder in der Furcht Gottes zur Arbeitsamkeit und Treue erzog.
Bis eines Tages ein kleiner Zwischenfall sein Leben - und das vieler anderer - verändert hat und ihn sein Rechtsgefühl zum Räuber und Mörder machte.

 

Ein musikalisches und burleskes Schauerspiel über Macht, Willkür und Widerstand.

 

 

Die nächsten Vorstellungen finden am 15.März um 20 Uhr und am 16.März um 10 Uhr und 20 Uhr im Theatersaal der Brotfabrik statt!

 

 

 

 

 

 

 

Die Moritat von Recht und Gerechtigkeit
“Heute Kohlhaas” beim Theater Marabu
Vergessen Sie alles, woran Sie bei den Namen Kleist und Kohlhaas je gedacht haben. Stellen Sie sich lieber vor, irgendwann und irgendwo auf einem Marktplatz zu stehen und den Gauklern zuzuschauen, die gekommen sind, um das Volk zu unterhalten. Mit einer Moritat von Recht und Gerechtigkeit. Mit weiß geschminkten Gesichtern, wilden Trommelschlägen und irrwitzigen Kulissen.

Das ist “Heute: Kohlhas”, die neue Produktion des Theater Marabu mit dem belgischen Theater Agora unter der Regie von Claus Overkamp, die jetzt im Theatersaal der Brotfabrik gefeiert wurde. Ganz zu Recht: Denn abgesehen von der an sich schon recht reizvollen Geschichte über Macht, Willkür und Widerstand steckt diese Inszenierung voll orgineller Ideen, die sich zu einem unvergesslichen Gesamtbild fügen, ohne das man im Einzelnen exakt nachvollziehen könnte, wie da eins zum anderen kommt.

 

 

 

 


(Fotos: Ursula Kaufmann)

Für Kohlhaas jedenfalls kommt es ganz dicke. Alle Versuche, auf legalem Wege Recht zu erlangen, werden von der Obrigkeit der Lächerlichkeit preisgegeben. Seine Briefe, per Einrad befördert, landen sogleich im Reißwolf. Und seine Frau bezahlt den Versuch, sich direkt an den Landesherrn zu wenden, mit ihrem Leben. Danach verkauft Kohlhaas Haus und Hof und schart mit der Zeit rund 400 Mann um sich, die es ebenso nach Gerechtigkeit dürstet wie ihn. Ganz egal, wie hoch der Preis dafür ist.

“Heute: Kohlhaas” spielt mit den Erwartungen der Zuschauer und führt sich gleichzeitig ad absurdum. Es bringt Kleists Stoff zum Ursprung zurück. Zeitlos gut und zeitlos gültig.
Generalanzeiger, Feuilleton, vom 16.12.2011

 

 

 

 

 

Kleists ”Michael Kohlhaas” als brutale Burleske im Theater Marabu
... . Es ist die brisante Mischung aus heiligem Ernst und hanebüchender Komik, mit der die Schauspieler von Anfang bis Ende zu Werke gehen und die der Inszenierung eine faszinierende Aura aberwitziger Bedrohung verleiht. Wer hier noch im Recht ist oder gar die Gerechtigkeit im wahrsten Sinne des Wortes vollstreckt, muss man sich immer häufiger fragen. Aus Kleists Novelle ist eine tosende und tobende Mischung aus Kindergarten und Irrenhaus geworden, die manchmal verdächtig an die Welt erinnert.” SCHNÜSS, das Bonner Stadtmagazin , Ausgabe 02/2012

 

Recht und Reißwolf
... . Die Koproduktion zwischen dem Bonner Theater Marabu und dem seit langem eng verbundenen Agora Theater aus St.Vith (B)  entwickelt aus dem scheinbar schlichten Jahrmarktstheater eine aberwitzige Groteske über Willkür und Widerstand. Das aufwändige große Bühnenbild von Celine Leuchter und die schräge Musik von Gerd Oly sind ein Vergnügen für sich in der rundum gelungenen Aufführung “Heute:Kohlhaas”, die virtuos traditionelle populäre Spielweisen mit einem heutigen Zugang zu dem immer noch aktuellen Stoff verbindet. Der Regisseur Claus Overkamp schreibt damit den Stil des 2009 verstorbenen Agora-Gründers Marcel Cremer künstlerisch eigenständig fort.” kultur - Magazin der Theatergemeinde Bonn

 

Schauerspiel mit begabten Akteuren
... . Gespielt wird fesch und völlig pathosfrei vom Thespiskarren herab. ... .Overkamp setzt aufs totale Spektakel mit Puppen, kleinen Stabfiguren, großem Beleuchtungsereignis und fünf Wanderschauspielern, bestehend aus dem Prinzipal und Familie, die von einer Rolle in die anderen springen. Overkamp inszenierte ein Schauerspiel mit begabten Akteuren. Witz und Leichtigkeit imponierten. Bonner Rundschau vom 19.Dezember 2011

 

 

Die Moritat des Michael Kohlhaas

»Heute: Kohlhaas« im kleinen Saal des Triangels: Auf der Bühne erleben die Zuschauer ein Feuerwerk an perfekt umgesetzten, heuristischen Ideen voller Fantasie. Musikalisch und burlesk erzählt das Agora-Theater die Geschichte des Pferdehändlers Michael Kohlhaas.

Im Foyer des Triangels werden die Zuschauer von den fünf auf alten Euro-Paletten angebrachten Konterfeis der Mimen empfangen. Die Gaukler sind also heute Abend in der Stadt. Kurz darauf ruft schon Live-Musik die Zuschauer in den Saal. Auf der Bühnenmitte erklingen ein Akkordeon und eine Wirbeltrommel. Rechts am Schminktisch legt jemand letzte Hand an sich, links wartet ein Musikerpodium mit Instrumenten und Mikrofonen, dazwischen im Hintergrund ein großer roter Vorhang, während ein weiterer Akteur sich mit seinem Bauchladen durch die Zuschauerränge schlängelt, um das Publikum mit allerhand Dingen zu versorgen. Es riecht förmlich nach Jahrmarkt. ... .

 

 

Ab jetzt erfolgt ein Feuerwerk an perfekt umgesetzten, heuristischen Ideen voller Fantasie, das nicht nur die Schauspieler sondern auch das Publikum bis zum Schluss auch nicht nur eine einzige Sekunde lang verschnaufen lassen wird; und das mit den einfachsten Mitteln, die eine Jahrmarkt-Theatergruppe überhaupt nur bieten kann. Ein Schauspiel für die Götter, wobei der Anspruch des Untertitels »Ein musikalisches und burleskes Schauspiel über Macht, Willkür und Widerstand« mehr als nur erfüllt wurde. Für die gesamte Musik zeichnete im Übrigen Gerd Oly verantwortlich. Nicht enden wollender Applaus konnte die Gaukler für ihre viel mehr als nur sagenhafte anderthalbstündige Leistung nicht genug belohnen. Proficiat!
Grenzecho von Helmuth Hilgers 09.12.2011

 

 

 

Tosender Applaus für neue Agora-Produktion

Das Theaterensemble Agora hat am Donnerstagabend ihr neues Stück “Heute: Kohlhaas” im ausverkauften Triangel präsentiert. Das Stück erzählt die Geschichte von Michael Kohlhaas – frei nach der Novelle von Heinrich von Kleist.

Der Pferdehändler Kohlhaas führt ein angepasstes Leben bis er Opfer von Ungerechtigkeit und daraufhin selbst zum Mörder wird. Das Stück greift somit die sehr diskutablen Mittel der Selbstjustiz und Rache auf. “Heute: Kohlhaas” ist eine Koproduktion der Agora mit dem Theater Marabu aus Bonn.

Die Zuschauer waren begeistert – minutenlang belohnten sie die Agora-Schauspieler mit tosendem Applaus. Bei “Heute: Kohlhaas” stehen fünf Agora-Schauspieler auf der Bühne. Sie lassen bitterböse Elemente mit Situationskomik zu einem Schauspiel verschmelzen, das gleich ins Herz geht. Belgischer Rundfunk 9.12.11

 

 

 

 

Wer Lust hat, ein paar Film-Ausschnitte der Produktion zu sehen, findet dies hier:
 http://brf.be/nachrichten/regional/302794/

 

Gefördert von Via 2018 Maastricht - Kandidaat Culturele Hoofdstad van Europa 2018, vom KULTURsekretariat NRW (internationale Kulturarbeit), der Stadt Bonn und dem Land NRW, von der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und den Kulturellen Diensten der Provinz Lüttich.

 

AGORA Theater

 

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URAUFFÜHRUNG von JON FOSSE “SCHWESTER” am Samstag 12.Mai 2012

Ein kleiner Junge verläßt am frühen Morgen, als alle noch schlafen, das Haus und geht auf Entdeckungsreise.
Staunend erlebt er seine Umwelt: das Gras, das im Wind hin und her weht, die Wolken am Himmel, die kleinen Wellen, die an das Ufer schwappen.
Doch seine Mutter schimpft mit ihm, als sie ihn schlafend im Gras findet. Sie hat sich Sorgen gemacht. Schließlich ist er noch ein kleiner Junge und darf nicht einfach raus gehen und schon gar nicht allein und im Schlafanzug.
Der Junge versteht das nicht. Er hat doch nichts Böses getan. Er wird traurig. Doch er wird nie ganz allein sein müssen, denkt er und dann legt er den Kopf an die Schulter von seiner Schwester und sie legt den Arm um seinen Bauch.

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007

 

 

 

 

Illustration von Aljoscha Blau © Bajazzo Verlag, Zürich
 

 

 

Wie auf einer Perlenkette reihen sich in diesem Kinderbuch die Gedanken des Jungen aneinander und eröffnen uns ein Universum kindlicher Wahrnehmung. Der kindlichen Unbekümmertheit stellt der norwegische Autor Jon Fosse die elterlichen Ängste und Sorgen gegenüber. Die Diskrepanz, die zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt sichtbar wird, könnte kaum eindrücklicher beschrieben werden.

Das Kinderbuch „Schwester“ wird als atmosphärische Collage aus Sprache, Musik, Bild und Spiel für Kinder ab 5 Jahre inszeniert
und auch Erwachsenen sehr ans Herz gelegt.

 

Autor: Jon Fosse
Regie:
Claus Overkamp
Ausstattung: Regina Rösing
Spiel: Philip Schlomm, Hannah Biedermann
Video: Alexander Rechberg
Technik: Bene Neustein
Zielgruppe: Kinder ab 5 Jahre und Erwachsene (maximal 150)
Spieldauer: n.n.
Anzahl der Mitwirkenden:
1H, 1D, 1Technik
Technische Bedingungen: n.n.
Uraufführung:
12.Mai 2012
Rechte: Rowohlt Verlag, Hamburg

 

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Offroad 2011

 

Vom 22.- 25.09.2011 wurde beim Theater Marabu und der Brotfabrik Bonn wieder “Offroad - das Theaterfestival für junge Akteure” veranstaltet. Wie bereits 2009 wurden verschiedene Jugendensembles mit ihren Inszenierungen ins Theater Marabu eingeladen. Mit dabei auch zwei Theatergruppen aus der Partnerstadt Minsk in Weißrussland. Gespräche und Workshops in den Bereichen Tanz, Theater und Performance begleiteten das Programm. 

Hier das vollständige Programm als PDF Datei.

 

Ein paar Eindrücke (Fotos: Meike Lindek)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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“Woyzeck” feierte eine gelungene Derniere beim 22.Bundestreffen “Jugendclubs an Theatern” in Lübeck

Fast nie sieht man eine derart konzentrierte, in jede Szenenfaser hinein ausziselierte Regiearbeit. Kostüm, Musikauswahl, Rhythmus, Färbung - jeder kleinste Moment, wirklich jeder dieser unzähligen orginellen Einfälle ist hier von augenreibender Stimmigkeit. Und nur ganz selten sieht man einen derart bitteren psychologischen Befund wie den von Büchners Woyzeck so dicht an den Jugendlichen wie in dieser, ja, meisterlichen Arbeit.
Aus der Laudatio des “Bundestreffen Jugendclubs an Theatern 2011”

 

 

 

 

 

 

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“Frau Meier, die Amsel” vom Theater Marabu bei WESTWIND 2011 mit dem Theaterpreis des Landes NRW ausgezeichnet!

Präzise, humorvoll und einfühlsam behandelt das Theater Marabu die berührende Geschichte. (…) Mit einem detailreichen und witzigen Bühnenbild, reizvollen und treffenden szenischen Lösungen, genauer körperlicher und psychologischer Darstellung und wunderbarem Zusammenspiel vermittelt es den ganz jungen Zuschauern ein komplexes Thema auf nachvollziehbare und einfache Weise. Es nimmt das Publikum mit in seine Welt und lässt die Phantasie dabei fliegen.

 

 Wer mehr erfahren möchte, schaut hier: WESTWIND

 

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“Ein Schaf fürs Leben” gewinnt den Hauptpreis beim Moerser Kinder- und Jugendtheaterfestival “Penguin days 2011”

Aus der Laudatio des Jugendjurors Sevin Begovic:
Wie konnten wie uns auf einen Gewinner einigen? Die Penguins’s Days sind Tage für Kinder und Jugendliche, die ihnen das Theater nahe bringen sollen. Dies schafften alle Inszenierungen, doch eine stach heraus. Während sich die meisten Inszenierungen nur auf eine Altersklasse fokussierten, gelang es einer, alle anzusprechen und allen zu entsprechen. Daher geht der Hauptpreis an eine Inszenierung, die nicht nur große Faszination bei den Kindern ausübte, sondern auch bei den Älteren im Publikum. Die Vorstellung involvierte die Kinder und sie taten es teils von selbst. Sie fühlten die Geschichte mit, doch dies erging nicht nur den Kindern so. Das Besondere ist auch, dass sie nicht den Humor der Kleinen trafen, sondern auch gleichzeitig den der Großen.

Die Geschichte handelt von einem hungrigen Wolf und einem naiven Schaf. Klingt ehrlich gesagt zunächst schlicht. Doch die Unterschiede blieben trotz ihrer Begegnung erhalten, der Wolf blieb der hungrige Wolf und das Schaf das naive Schaf. Und was man daraus machte, beeindruckte. Die Handlung wurde einerseits erzählt und gespielt. Effekte wurden teils live erzeugt. Man scheute keine Mühen. Die Lichteffekte und musikalische Untermalung verliehen der Inszenierung das nötige Etwas.

Und aufgrund dieses wirklich umfangreichen Gesamtkunstwerkes geht der Hauptpreis der Penguin’s Days 2011 an das Theater Marabu mit dem Stück „Ein Schaf fürs Leben.“

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung!

 

 

 

 

 

 

 

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Buchempfehlung!

“Westwind” ist eine Publikation der ASSITEJ, die sehr detailliert die Kinder- und Jugendtheaterszene in Nordrhein-Westfalen unter die Lupe nimmt und aus verschiedenen Fragestellungen heraus beschreibt. Sehr ansprechend und mit vielen schönen Fotos!

Wer also mehr über die Szene NRW erfahren möchte, kann die Publikation (Hrsg. Wolfgang Schneider und Stefan Keim) im Verlag Theater der Zeit bestellen.

Auch erhältlich beim Theater Marabu!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der unsichtbare Zuschauer,
von Marcel Cremer

Theater ist ein Rendezvous
zwischen dem Zuschauer und dem Spieler
zu einer vereinbarten Zeit
an einem vereinbarten Ort.
Beide wissen, worum es geht.
Es ist das erste Treffen
zwischen zwei Verliebten,
die sich über eine Zeitungsannonce kennen gelernt,
dann Briefe geschrieben
und schließlich verabredet haben.
Sie werden sich zum ersten Male sehen.
 

 

 

 

 

Unterwegs - Auf den Spuren des autobiografischen Theater von Marcel Cremer

Im Juli 2009 leitete Marcel Cremer eine Woche lang seine letzte Theaterwerkstatt. Wie er es mit seinem Agora Ensemble getan hat, führte er die Teilnehmer in den Wald, beschwörte Kindheitserinnerungen herauf, ludt dazu ein, der Stille zu lauschen, immer in Verbindung zu sein mit den Augen, den Händen, den Körpern, den Stimmen der anderen. In Verbindung auch zu sein mit dem Thema, das er gewählt hatte: dem Verlust.
Diese Reise wird in diesem Band nacherzählt anhand von Fotos und Texten, die den Leser auf die beschrittenen Wege mitnehmen.

 

Beide Bücher auch beim Theater Marabu erhältlich !

 

 

 

 

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