Seit 2000 entsteht unter der künstlerischen Leitung von Tina Jücker und Claus Overkamp jedes Jahr eine Produktion mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 17 und 26 Jahren, die für eine Spielzeit auf dem Programm steht. Das Junge Ensemble Marabu J.E.M. ist mit seinen Produktionen schon mehrfach ausgezeichnet worden und wird immer wieder zu Festivals im deutschsprachigen Raum eingeladen.

Theater als Ort der Freiheit
Dazu gehört laut der Februar Ausgabe 2017 des Theatermagazins „Die Deutsche Bühne“ „ …eine klare Sicht auf unsere Gesellschaft und die ernst gemeinte Einladung, gemeinsam mit dem jungen Publikum aus dem Theater einen Ort zu machen, der sich die Freiheit nimmt, Kunst zu machen. Einige Theatermacher tun dies bereits. Und das nicht erst seit gestern und mit beachtenswerten Ergebnissen. … . Eigenständige Häuser wie das Bonner Theater Marabu inklusive seines Jungen Ensembles, das zuletzt mit Gerhard Meisters „In meinem Hals steckt eine Weltkugel“ ebenfalls einen entschlossenen Schritt in Richtung Spartenöffnung vorgelegt hat und das mit einem jugendlichen Partizipationsprojekt, das gleichermaßen klug wie politisch Stellung zur aktuellen Weltlage bezieht.“


Spielzeit 16/17


„In meinem Hals steckt eine Weltkugel“ von Gerhard Meister

Weltkugel web

Unvorstellbarer Reichtum auf der einen, unerträgliche Armut auf der anderen Seite. Hundertausende auf der Flucht vor Krieg und Hunger während Europa die Zäune hochzieht, um das Elend fernzuhalten. Die Welt in ihren Widersprüchen könnte kaum drastischer sichtbar werden als in diesen Tagen.

Gerhard Meister beschreibt diese Welt und fragt, wie wir selbst damit zurechtkommen, Teil einer Weltordnung zu sein, die dauerhaft Not und Elend herstellt. Wie wir ein Leben im relativen Wohlstand leben können im Wissen darum, dass dieser Wohlstand zumindest irgendwie mit der Not der anderen verknüpft ist.

Das Junge Ensemble verhandelt diese Widersprüche, führt sie vor, verstrickt sich in ihnen und sucht einen Ausweg. Komisch und traurig zugleich zeigt sich die Zerissenheit einer  unbeschwerten und lebenshungrigen Jugend in einer Welt, die ein Wegschauen nicht länger entschuldigt.

Eine Produktion des Jungen Ensemble Marabu
Premiere:  26.August 2016 / 20 Uhr

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