Altersempfehlung: 8+

Eine Konferenz zum Thema Wasser. Während drinnen die Zuschauer auf den Beginn der Konferenz warten hört man von draußen den Protest der vielen, die nicht eingelassen wurden. Da öffnet sich eine Tür und eine Gruppe schafft es doch noch, in den Konferenzsaal zu stürmen. Es sind merkwürdige Figuren, die die Bühne erobern, um ihr Anliegen vorzubringen. Der Endverbraucher, dem das Wasser abgestellt wurde, während er unter der Dusche stand, der Goldfisch, dem seine Familie im trüben Gewässer verloren ging oder diese Person, die sich für sauberes Wasser einsetzt, um es profitabel verkaufen zu können und viele mehr. Und mitten drin ist da auch der völlig überforderte  Dolmetscher, der seine große Mühe hat mit dem unvorhergesehenen Verlauf dieser  Konferenz.

In „Agua“ beschäftigten sich Künstler*innen aus Deutschland und Bolivien aus ihrer jeweiligen Perspektive mit dem Thema „Wasser“ und verdichten eigene wie kulturelle Erfahrungen, Fiktion und Fakten zu einer szenischen Montage. Das zweisprachige Theaterprojekt wurde 2017 von den Kulturämtern der Städte Bonn und La Paz initiiert. In Bonn wurde „Agua“ anlässlich der Weltklimakonferenz und dem 15-jährigen Jubiläum der Städte-Partnerschaft zwischen Bonn und La Paz im November 2017 vor Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aufgeführt. Nun ist „Agua“  im Rahmen der Feierlichkeiten zur südamerikanischen Kulturhauptstadt zu sehen. Station gemacht wird in La Paz, Cochabamba, Sucre und Santa Cruz. Das Projekt wird maßgeblich gefördert durch Engagement Global NRW und unterstützt durch den Verein Bonn-La Paz.

Mit: Dennis Aviles, Alejandro Beltran De la Borda, Fatma Girretz, Carmen Guillen, Sergio Rios Henning,Tina Jücker, Avril Leon, Claus Overkamp, Elmar Schmidt, Jhazel Vargas, Walter Zick

Fotos: Ursula Kaufmann

Die Kooperation wird gefördert durch die Stadt Bonn, die Stadt La Paz und „Engagement Global“ aus Mitteln des Landes NRW.