Altersempfehlung: 16+

„Zum ersten mal in meinem Leben ergriff mich ein Gefühl überwältigender, herzverzehrender Schwermut. Bis dahin hatte ich dergleichen nicht gekannt, nur eine leichte, nicht unangenehme Art von Melancholie.“

Don’t be a maybe, sei dabei: Vom Sortieren zum Stempeln, vom Heften zum Lochen, vom Beraten bis zum Moderieren, jeder noch so kleinen Tätigkeit kannst du deine persönliche Note verleihen. Wer nur arbeitet, enttäuscht! Was ist schon ein Produkt wert, in das du nicht mit eingeflossen bist. Wir sind das Kopierwerk, eine Agentur zur leichten Vermittlung schwerer, kultureller Inhalte. Wir verschwinden wirklich in den Dingen, die wir tun. Wir hadern nicht, schrecken nicht zurück vor Innovation, wir leben sie schon. Bei uns ist jeder sein eigener Chef und jeder individuelle Funken entflammt täglich den Betrieb. Keine Hierarchien, keine Regeln, keine feste Sitzordnung. Bartleby ist unser Held, er lehnte sich auf gegen inhumane Arbeits- und Lebensbedingungen. Er wollte lieber nicht abgeheftet werden, dabei seinbeim eintönigen Hochbücken. Jetzt kann, darf jeder dabei sein wollen. Und jeder muss dabei gewesen sein, denn Workspace is Lifespace. Nur schlafen gehen wir noch allein, aber das wird sich in Zukunft auch noch ändern.

„Bartleby – zur Vermessung des Widerstandes“ – frei nach Herman Melville. Ein Produktion des KOM’MA-Theater Duisburg

Regie: René Linke
Regieassistenz: Luisa Schwab
Bühne: Marcel Linke
Licht: Dirk Mattern
Choreographie: Andreas Simon
Darsteller: Laura Brinkmann, Esther Butt, Leon Frisch, Marcel Rüge, Moritz Rüge, Annika Schmidt

Die Inszenierung war – ebenso wie „In meinem Hals steckt eine Weltkugel“ vom Jungen Ensemble Marabu als eine von 6 herausragenden Inszenierungen aus ganz Deutschland zum 27. Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern in Bremen eingeladen, und wir freuen uns sehr, beide Inszenierungen im Frühjahr 2018 noch einmal in Bonn zeigen zu können.