Altersempfehlung: 16+

Zehn junge Schauspieler*innen suchen das richtige Stück und ihre Rolle, für die Bühne und im richtigen Leben. Doch was theoretisch möglich scheint, scheitert immer wieder an der Wirklichkeit. Der leere Raum, den sie zu füllen versuchen, ist eben nie ganz leer, sondern bereits voller Bedeutungen, Erwartungen, Projektionen, Abhängigkeiten und Begrenzungen. Die Frage „Wie leben und warum?“ wird so zu einer Frage des Widerstands gegen Normierungsversuche.

Die Spieler*innen des Jungen Ensemble Marabu begeben sich auf einen Trip durch die Wirklichkeit der Möglichkeiten.
Auf ihrer Suche nach den Spielräumen und der Kunst des richtigen Lebens im Falschen, treffen sie auf allerlei allegorische Figuren:
Die Zeit, die nicht still steht und den Dichter nervös macht.
Das Telefon, das unter dem Verdacht steht, für ein Marktforschungsinstitut zu arbeiten oder für die NSA.
Der Fuchs, der sich belustigt über die menschliche Suche nach einem Sinn und stattdessen empfiehlt, Komplexität zu genießen.
Einfacher wird’s nicht, das ist offensichtlich. Was bleibt ist die Hoffnung auf „Glänzende Aussichten“.

„Aber wenn wir gewusst hätten / Dass die Wirtschaft wild werden würde / Wie sie wild dann wurde / Ohne ein Gegenmodell / Und dass die Welt immer größer werden würde / Und gleichzeitig kleiner und ähnlicher scheinbar / Während die Ungleichheiten wachsen / Dass dann das Internet kommen würde / Und alle über alles informiert potentiell…“

Eine Produktion des Jungen Ensemble Marabu.

Gefördert von:

Bon Logo klein

Autor: Martin Heckmanns
Künstlerische Leitung: Jücker/Overkamp
Kostüme: Regina Rösing, Katia Köhler
Lichtdesign: Bene Neustein
Spiel: Sarah Braun, Philipp Distler, Kai Gerschlauer, Leandra Hoffmann, Charlotte Kaldenhoff, Joshua Koch, Alexander Preis, Aaron Schicht, Paula Veenema, Lea Weber
Dauer: 70 Minuten
Premiere: 01.09.2017
Rechte: Suhrkamp Theater Verlag
Fotos: Ursula Kaufmann