Theaterlabor / Spielzeit 2017/18

Das Theaterlabor ist eine Fortbildungsreihe für Lehrerinnen und Lehrer, die das Theater Marabu in Kooperation mit dem Theater Bonn nun bereits im 4. Jahr anbietet.
Das Theaterlabor bietet sowohl Impulse für die eigene Theaterarbeit an der Schule als auch für den Theaterbesuch mit Kindern und Jugendlichen.

Für die kommende Spielzeit wurde das Konzept verändert. Die Fortbildung ist ab sofort Bestandteil der Fortbildungsveranstaltungen für Lehrerinnen und Lehrer in NRW.
Die Reisekosten können aus dem Fortbildungsbudget der Schulen erstattet werden. Die Dienstreise–Genehmigung erteilt die Schulleitung.

Teilnahmebeitrag: 45,-€ pro Fortbildung, bei Komplettbuchung 190,-€
Jede Einheit steht für sich und kann einzeln gebucht werden
Leitungsteam: Angela Merl, Birgit Günster, Tina Jücker

Schreiben Sie uns, wir nehmen Sie gerne in unseren Verteiler auf. So erhalten Sie automatisch im Voraus eine Einladung mit allen erforderlichen Informationen zur jeweiligen Fortbildungseinheit. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte direkt an uns:

Kontakt: mail@theater-marabu.de
Tel: 0228-433 97 59

Hier finden Sie das Anmeldeformular Theaterlabor zum download

Informationen zur Fortbildung finden Sie unter:
http://www.suche.lehrerfortbildung.schulministerium.nrw.de

Mo. 18.09. 17 , 17 10 – 16h /  Theater Bonn / Die neutrale Maske
Der poetische Körper. Die neutrale Maske bewegt sich in Stille. Mittel des Ausdrucks ist allein der Körper. Die neutrale Maske hat keine Vergangenheit. Sie ist wie ein Kind, neugierig entdeckt sie ihre Umwelt. Unter der neutralen Maske verschwindet das Gesicht des Spielers, der Körper wird zu seinem Gesicht und seine Bewegungen seine Spannung und Ausdruckskraft gewinnt dadurch größere Präsenz. Das Theaterlabor vermittelt auf der Basis der physischen Schauspielmethode von Jacques Lecoq Wege und Techniken, um den Körper des Darstellers/der Darstellerin als Ausdrucksinstrument erfahrbar zu machen. Die Arbeit mit der Neutralen Maske bringen die Kursteilnehmer*innen auf den Weg zu physischer und emotionaler Empfänglichkeit und fördern körperliche Phantasie, Beweglichkeit und Präsenz.

Sa. 25.11.17, 10 – 16h / Theater Marabu / Regiekonzepte 1: „Die Liebe und den Tod für die Bühne inszenieren“
Die großen Gefühle auf einer Bühne nachzuspielen bringt die Darstellungskunst an ihre Grenzen. Nirgends glaubt man dem Theater weniger als in Momenten extremer Gefühlsdarstellung, die nicht selten zu Momenten unfreiwilliger Komik werden. Wie also mit diesen Gefühlen umgehen? Wie lassen sich extreme Gefühlsmomente wahrhaftig darstellen? In diesem Theaterlabor suchen wir nach den Darstellungsweisen, die das emotionale Erfühlen einer Situation allein durch physisch Handeln ermöglicht und die auf die emotionale Vorstellungskraft der Zuschauer*innen vertraut. Wir erproben Übungen und Improvisationen die die Gruppe zu diesen Spielmöglichkeiten führt.

Mo. 29.01.18,  10 – 16h / Theater Marabu / „Wie man sich die Welt entdeckt“ – Wege des künstlerischen Suchens und Findens
In diesem Workshop experimentieren wir mit Formen des künstlerischen Suchens und Findens und bedienen uns dafür bei verschiedenen Künstler*innen und aus unterschiedlichen Kunstbereichen wie Live Art und Performance. Wir erproben ungewohnte Blickwinkel auf Alltägliches und lassen uns von vermeintlich Bekanntem überraschen. Wie lassen sich diese ‚Übungen‘ für die Theaterarbeit und den Einstieg in performative Aktionen mit Schüler*innen nutzen und welche Impulse und Ansätze ergeben sich daraus für eine künstlerische Umsetzung auf der Bühne?

Sa. 10.03.18,  10 – 16h / Theater Bonn /Schauspielworkshop/ Figurenentwicklung und Rollenarbeit „Irren und Wirren“
Interessante Figuren leben von ihrer Einzigartigkeit. Angelehnt an Shakespeares Sommernachtstraum werden wir uns an den Figuren inspirieren lassen und eigene Figuren und Theaterszenen entwickeln und erspielen. Ob verwirrte Gefühle unter Liebespaaren, Zaubersaft oder seltsame Begebenheiten- der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der Workshop richtet sich an alle die große Lust am Theater spielen haben und ihre schauspielerischen Fähigkeiten in der Figurenentwicklung und Rollenarbeit entdecken und vertiefen wollen. Die Teilnehmer*innen lernen ihren eigenen Körper und ihre Emotionen kennen, um diese dann gezielt einzusetzen. Schauspieltraining, Figurenarbeit und freies Spiel sind die Grundbestandteile dieser Fortbildung.

Mo. 28.05.18,  10 – 16h Theater Marabu / Regiekonzepte 2: „The very first beginning“
Die ersten 5 Minuten einer Inszenierung sind entscheidend für den weiteren Verlauf. Hier wird das Spiel vorgestellt, die Spielregeln werden geklärt und die Mittel des Spiels offengelegt. Auch bildet sich hier das Maß an Lust, Spannung und Erwartung für den weiteren Verlauf des Spiels. Wie lassen sich diese ersten 5 Minuten einer Inszenierung gestalten, wo beginnt sie überhaupt? Mit dem Auftritt der Schauspieler*innen, mit dem Einlass der Zuschauer*innen, im Foyer? Was ist die Atmosphäre in der der Zuscahuer empfangfen wird, was sind die Mittel der Inszenierung und wie führe ich sie ein, ohne gleich alles zu verraten? Anhand eines ausgewählten Stückes werden wir gemeinsam Spielformen des Beginnens erproben.