Mission Laika zog Schüler in den Bann

Erpel. Vielleicht gehört „Peterchens Mondfahrt“ nicht mehr zu den Bilderbüchern, die die Kinder des 3. und 4. Schuljahres der Erpeler St. Johannes Grundschule noch in ihrer Erinnerung hatten, als es zur Theaterfahrt ins Bonner Theater Marabu ging, wo das moderne Weltraummärchen „Mission Laika“ sie sehr schnell in seinen Bann zog. Um das Schicksal der Hündin Laika, die am 7. November 1957 mit dem russischen Sputnik 2 in eine Umlaufbahn um die Erde geschossen wurde, aufzuklären, startet die Besatzung des Raumschiffs „Mission Laika“ von der Erde in den Weltraum. Laika soll endlich ihre Belohnung für ihre Pionierleistung in der Weltraumfahrt, einen goldenen Knochen, erhalten.

Aber wo sollen die Astronauten Laika finden? Die abenteuerliche Reise geht vorbei an Sonne, Mond und Sternen über die Milchstraße hinaus in ferne Galaxien. Begegnungen der besonderen Art stellen die Crew immer wieder vor Herausforderungen. Besonders beim Kampf mit dem Schwarzen Loch, das alles, Sterne, ganze Galaxien, sogar das Licht und schließlich fast auch noch einen der Astronauten zu verschlingen droht, fiebern die Kinder mit.

Aber zum Schluss können sie aufatmen, als Laika tatsächlich gefunden ist: im Sternbild Großer Hund, das in den Wintermonaten hoch am Sternenhimmel erscheint. Die drei Schauspieler Tina Jücker, Bene Neustein und Claus Overkamp haben es in hervorragender Weise geschafft, den Kindern – eingebettet in eine spannende fiktionale Geschichte eines Weltraumabenteuers – das Sonnensystem und die Weite des Weltalls anschaulich näherzubringen, und die vielen interessierten Fragen der Kinder nach der Vorstellung haben gezeigt, dass sie durch Laikas Schicksal eine Beziehung zu der so fernen Welt des Alls gefunden haben.

Wenn an klaren Winterabenden der Sirius, der hellste aller bei uns sichtbaren Sterne im Sternbild Großer Hund am Abendhimmel erscheint, werden die Kinder sich an das Weltraumabenteuer erinnern.