Verzaubernder Alltag

Hinterlistig verschiebt das Theater Marabu mit der neuen Produktion für Kinder ab 3 Jahren die Grenzen zwischen Draußen und Drinnen, Bühne und Alltag, Arbeit und Freizeit. Denn bei „BlauPause“ wartet man vergeblich auf den Beginn des Stücks. Bevor es losgeht, müssen die beiden Reinigungskräfte (Julia Hoffstaedter und Silas Eifler oder Tobias Gubesch) halt noch schnell sauber machen. Doch einer von beiden ist vom Motto „Erst die Arbeit dann das Vergnügen“ nicht wirklich überzeugt. Tina Jücker und Claus Overkamp inszenieren ein so poetisches wie verzauberndes Stück Alltagspoesie. Putzwagen und Mülltonne verwandeln sich in verwunschene Spielobjekte, Staubsaugerschlauch und Wischmop entwickeln ein absurd-komisches Eigenleben. Putzen ist hier Akrobatik und Tanz, Wischen und Waschen der Rhythmus für Musik – und Arbeit eine Muse für Phantasie und Träumereien. Und vielleicht liegt ja in der Faulheit doch die wahre Kraft des Lebens.
schnüss, das Bonner Stadtmagazin 11/2021

Der Peter Pan der Putzleute

 

…. (ein) Stück, das so un­schul­dig wirkt und doch der­art viel­schich­tig ist, dass auch Er­wach­se­ne ih­re Freu­de an den An­spie­lun­gen und der Clow­ne­rie ha­ben wer­den. Herr­lich aber auch die Leich­tig­keit, mit der Eif­ler und Hoffsta­ed­ter selbst die kör­per­lich et­was an­stren­gen­de­ren Sze­nen meis­tern und da­mit al­len im Pu­bli­kum so man­ches La­chen ent­lo­cken. Bonner Generalanzeiger, Feuilleton, vom 21.09.21

Hier der ganze Artikel: Kritik BlauPause

Bonner Weltkindertag 2021 unter dem Motto „Kinderrechte jetzt!“

Auch in diesem Jahr unterstützt das Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundesstadt Bonn den Weltkindertag. Dieser international gefeierte Tag am 20. September soll in besonderer Weise auf die Rechte der Kinder und Jugendlichen hinweisen. Verschiedene dezentrale Veranstaltungen laden Kinder und Jugendliche ein, mitzumachen.

In den vergangenen anderthalb Jahren wurde deutlich, wie wichtig die Einhaltung der Kinderrechte ist. Gerade während der Corona-Pandemie wurden Kinder und Jugendliche kaum gehört und ihre Bedürfnisse zum Teil missachtet. Das Motto des diesjährigen Weltkindertages lautet daher „Kinderrechte jetzt!“. Denn die Zukunft liegt in Kinder- und Jugendhänden. Ihr Wohlergehen – sowohl in Deutschland als auch weltweit- wird entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung in Richtung Zukunft sein. Bonn schließt sich damit dem Motto des Deutschen Kinderhilfswerkes und der UNICEF Deutschland an. Zum 20. September machen bundesweit zahlreiche Initiativen mit lokalen Aktionen auf die Situation der Kinder und Jugendlichen aufmerksam.

Unter anderem zeigt das Theater Marabu in Beuel am Montag, 20. September 2021, um 11 Uhr ein Musik-Theatertsück für Kinder ab 3 Jahren. Das Stück „BlauPause“ erzählt mit Objekten und Musik von dem Wunsch nach Selbstbestimmung und von der Lust am Spiel.

Dank Förderung auch Vorstellungen für kleinere Gruppe möglich!

Wir freuen uns, dass das Theater Marabu eine Förderung im Rahmen von „Neustart Kultur“ erhalten wird! Dadurch ist es uns möglich auch für kleinere Zuschauergruppen zu spielen (z.B. für Schulklassen nur einer Schule) und können so den jeweiligen schulinternen Coronaregelungen Rechnung tragen. Der Verdienstausfall wird im Rahmen der Föderung dann ausgeglichen.

Das Programm NEUSTART KULTUR – Junges Publikum für Kinder- und Jugendtheater soll Maßnahmen fördern, die eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes, Gastspiele und die Weiterentwicklung von künstlerischen Vermittlungsformaten ermöglichen. So sollen insbesondere der Kontakt zum Publikum und den Schulen wiederhergestellt werden. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch die ASSITEJ.

Also scheuen Sie sich nicht für Anfragen in unserem Theater oder an Ihrer Schule, wenn Sie lieber nur mit einer kleinen Gruppe kommen wollen. DAS IST NUN MÖGLICH!!!

Wir sagen DANKE!!!

Bonner Bühnen Vielfalt

14 Theater haben sich zusammengeschlossen, um mit der Initiative #BonnerBühnen die beeindruckende Vielfalt der darstellenden Kunst in Bonn sichtbar zu machen.

Neben unserem kurzen, filmischen Querschnitt haben alle Beteiligten einen eigenen Clip produziert, um ihr künstlerisches Profil und ihre individuelle Stärke zu vermitteln. Die insgesamt 14 Videos sind auf der gemeinsamen Website www.bonner-buehnen.de veröffentlicht. Hier die Pressemitteilung. PM Bonner Bühnen

Wir freuen uns, euch ab sofort wieder live zu begrüßen – zu beflügeln, becircen, befreien, beleben, berühren, betören und begeistern!

Hier der Video-Clipp vom Theater Marabu: https://vimeo.com/598873760

schnüss über „Morgen ist heute gestern“

 

„Morgen ist heute gestern“ ist ein Fest der Bewegungen und der Phantasie der Körper. Altern und der sichere Tod pulsieren in den dunklen Ecken der Inszenierung, geben manchmal den Takt und werden doch von der Lebensfreude der drei Tänzer stets überlistet. Aus dieser elektrisierenden Spannung steigt die Ahnung, Tod und Leben seien vielleicht zutiefst verbunden und unzertrennlich.

Zu lesen hier: Kritik Schnüss MHG

Berührendes von der Einsamkeit

„Touch“ ist Titel und Programm zugleich: Die Schauspieler des Jungen Ensembles Marabu haben sich unter der künstlerischen Leitung von Tina Jücker und Claus Overkamp mit dem Thema Berührung und Abstand befasst – für eine Aufführung, die mit Intelligenz, Witz und Tempo unter die Haut geht.

Alle sind coronakonform durch bewegliche Glaswände getrennt. Jeder hat sein Refugium mit Laptop und sonstigem elektronischen Handwerkszeug. Die Pandemie hat körperliche Nähe massiv reduziert, ist aber gewiss nicht der einzige Grund für die soziale und emotionale Vereinsamung.

Ein Paradebeispiel ist der Gamer (herrlich komisch: Kai Gerschlauer), der sich lässig am Bildschirm hockend aus Chipstüten ernährt und in künstlichen Welten mit fernen Partnern gegen virtuelle Mächte kämpft. Oder mit VR-Brille ins Universum fliegt und sich ganz real an einem Heizkörper an der Bühnenwand ein paar Schrammen einfängt. Nebenan macht sich lautstark ein Baby bemerkbar. Es ist eine Puppe und gehört zu der Wissenschaftlerin (Agnes Nagy), die die Relevanz von Hautkontakten für die frühkindliche Entwicklung erforscht und Selbst­umarmungen als Mittel zur Selbstakzeptanz empfiehlt.

Mit dem Lebensende beschäftigt sich die Bestatterin (Sonja Nellinger), die für ihre Trauerreden berührende Worte sucht. Dagegen fühlt sich die kettenrauchende DJ (Heike Kubotsch) erst wirklich lebendig durch ihre Musik, die durch den ganzen Körper geht. Extrem hautnah ist die Arbeit des Tätowierers (Alex Preis), der über den Schmerz reflektiert und über die tiefere Bedeutung seiner Tattoos. Ganz zarte Annäherungen durch die transparenten Wände hindurch und ein gemeinschaftliches Finale gibt es auch.

Mit schnellen Schnitten wechselt die Perspektive auf die fünf einsamen kleinen Egos (fein charakterisiert durch die Kostüme von Regina Rösing), deren einzelne Szenen sich in 60 spannenden Minuten dramaturgisch elegant zusammenfügen zu einem Einblick in Befindlichkeiten, die weit über die direkte Erfahrung der Berührungsverbote hinausgehen. Erfrischend unsentimental, aber in jeder Hinsicht berührend. Die bei der Uraufführung am Samstag zu Recht umjubelte Vorstellung wird empfohlen für Publikum ab 14 Jahren. Nächste Spieltermine am 22. und 23. September jeweils um 19 und um 21 Uhr. Bonner Generalanzeiger, Feuilleton, vom 25.08.2021

Beeindruckende Vielfalt

14 Theater haben sich zusammengeschlossen, um mit der Initiative #BonnerBühnen die beeindruckende Vielfalt der darstellenden Kunst in Bonn sichtbar zu machen. Neben unserem kurzen, filmischen Querschnitt haben alle Beteiligten einen eigenen Clip produziert, um ihr künstlerisches Profil und ihre individuelle Stärke zu vermitteln. Die insgesamt 14 Videos werden zur Eröffnung der 15. Bonner Theaternacht am 5. September auf der gemeinsamen Website www.bonner-buehnen.de veröffentlicht. Wir freuen uns, euch ab sofort wieder live zu begrüßen – zu beflügeln, becircen, befreien, beleben, berühren, betören und begeistern!

 

 

Die Kunst kommt zurück

Hier noch ein Kommentar aus der FAZ zum Festival „Starke Stücke“, wo wir „Master of Desaster“ draußen auf verschiedenen Schulhöfen gespielt haben.

„Wie unter den pandemische Bedingungen Theater im öffentlichen Raum geht und gerade für diejenigen, die anderthalb Jahre viel zu kurz kamen und nun die bedrohteste Gruppe sind, die Kinder, zeigt derzeit in ganz Rhein-Main das Festival „Starke Stücke“.
Wer etwa noch dabei sein kann, wenn die „Master of Desaster“ vom Bonner Marabu Theater Kinder und Erwachsene gleichermaßen hinreißen, zum Lachen bringen und zur Auseinandersetzung mit ganz persönlichen Corona-Sorgen, der lernt eine Menge darüber, wie das gehen kann. Und freut sich, wenn Passanten stehen bleiben und einfach nicht mehr wegschauen können.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 06.07.2021

Kunst im öffentlichen Raum kehrt zurück (faz.net)

 

„Master of Desaster“ eröffnet Festival Starke Stücke

Wir freuen uns, am 2.Juli um 10:15 auf dem Gelände der Friedrich-Ebert-Schule, Schwalbach a. Ts.,  die Sonderausgabe des Festivals „Starke Stücke“-Open Air mit unserer gerade zur Premiere gebrachten Produktion „Master of Desaster“ eröffnen zu dürfen.

Wir freuen uns auf viele Zuschauer*innen, auf Freunde und Kolleg*innen und endlich wieder spannende, humorvolle und berührende Momente draußen im Theater.

Hier die Programmübersicht: StSt_Open-Air_Programmflyer_web

Und hier eine aktuelle Kritik aus der Schnüss, das Bonner Stadtmagazin, Heft Juli 21

„Ein so aufregendes wie versöhnliches Stück Open Air-Theater voller Blasmusik und heiterer Choreographie ist dem Theater Marabu geglückt. »Master of Disaster« weist weit über die aktuellen Sorgen und Probleme hinaus und konfrontiert die Krise einfach mit mächtig Komik, ohne Ernst und Schrecken zu übertünchen. Und das tröstet ungemein. „

Hier der ganze Artikel:  Schnüss_07_2021

Ein Fall für den Superdetektor

„Die tolle Truppe vom Straßenunterhaltungsdienst kümmert sich um Mülltonnen, saubere Straßen und Plätze und überhaupt um alle Sorgen. Mit Laubbläser, Desinfektionsspritze (sorgt bei heißem Wetter auch für Abkühlung), Besen und Greifzangen ist ihr blaues Straßenreinigungsmobil bestückt. Absperrband und farbige Signalkegel sichern ihre Einsatzorte. Und wenn sie mal wieder einen Plastikbecher in die Tonne gekickt haben, gibt es den verdienten Applaus. Die „Master Of Desaster“ des Theaters Marabu im Blaumann mit „M.O.D.“-Logo singen bei der Arbeit auch gern ein fröhliches Liedchen oder machen Blasmusik. … . Unter dem Kommando von Claus Overkamp (Basstrommel) marschieren Silas Efler (Tuba), Tobias Gubesch (Posaune), Julia Hoffstaedter (Klarinette), Tina Jücker (Saxophon) und Leonhard Spies (Trompete) wie eine mediterrane Banda munter in den Kampf gegen den Unrat. Ihre chaplineske Abfallbeseitigungs-Choreografie ist ein herrlicher Spaß.

Hier der ganze Artikel vom GA, Feuilleton, vom 17.06.21  MOD Kritik GA

Das fabelhafte Bonner Theater „Marabu“ begeistert bei den Ruhrfestspielen

„Verschlagenheit, Verlogenheit, Eifersucht, Berechnung, Brutalität, Dreistigkeit – all die negativen menschlichen Eigenschaften in den heute noch gültigen Märchenklassikern entlarvt das Marabu-Quartett auf sensationell kindgerechte Art. Nur, dass eben hier nicht der Wolf vermenschlicht wird, sondern all die anderen Tiere, die das Bild vom bösen Raubtier unreflektiert weiter vermitteln und sich dabei gleichzeitig Grillfleisch und Currywurst Schranke zwischen die Kiemen schiebt. „Ist der Bär böse, weil er verspeist den Fisch? Was kommt denn bei dir auf den Tisch?“
Damit klärt sich am Ende, auch dank einer rührenden Kinderstimme aus dem Off, die Frage, ob wir den Wolf wirklich vernichten müssen: „ Man braucht keine Angst vor dem Wolf zu haben. Der ist wirklich nicht böse. Der hat viel mehr Angst vor uns als wir vor ihm.“
Und egal, ob man nun für oder gegen die Ansiedelung des Wolfes in unseren Breitengraden ist: Der verdiente Applaus ist dem Theater Marabu sicher. In einer einzigen Schulstunde zu vermitteln, dass kein Wesen von Natur aus schlecht ist und dass man die Dinge stets hinterfragen sollte, das ist echte Kunst. Chapeau!

Hier die ganze Kritik der Recklinghäuser Zeitung vom 02.06.2021 zu unserem Online Gastspiel im Rahmen der Ruhrfestspiele. Kritik Ruhrfestspiele

Unglaublich aber wahr!

Am 25/26.04.21 hatten wir unsere ersten Live Aufführungen vor Kindern in diesem Jahr!

Danke an Georg und Gabi und dem ganzen Team vom  TAK in Liechtenstein, die uns mit „Hast du schon gehört?“ zu sich eingeladen und wieder einmal liebevoll umsorgt haben. Wir haben uns pudelwohl gefühlt und das Erlebnis, in drei Vorstellungen vor bis zu 50 (!) Kindern spielen zu dürfen, war umwerfend.

„Aufklärend. Kinder und Erwachsene genossen eine zauberhafte Stunde, durchwoben von zeitloser Weisheit“ (Volksblatt vom 26.04.2021)

Hier die vollständige Kritik: Volksblatt_2021_04_25_RezensionHastDuschongehört

Theater Marabu zu den Ruhrfestspielen 2021 eingeladen!

Mit „Utopie und Unruhe“ haben die Ruhrfestspiele die diesjährige Festspielsaison, in der die Ruhrfestspiele ihr 75. Jubiläum begehen, überschrieben. Das Programm kreist um die Frage, inwiefern die Unruhe, die die Gesellschaft erfasst hat, eine Chance ist, sich neu darüber zu verständigen, was unser Zusammenleben ausmachen soll und welche Utopien wir als erstrebenswert erachten. Es umfasst 90 Produktionen mit rund 210 Veranstaltungen. Beteiligt sind mehr als 650 Künstler*innen aus rund 20 verschiedenen Ländern, darunter u. a. aus Frankreich, Polen, Belgien, Griechenland, Spanien, Großbritannien Deutschland, Japan, dem Kongo, der Elfenbeinküste, den Niederlanden, Indien, Australien, der Slowakei, Schweden, der Schweiz und der Türkei.

Der Festivalleiter Olaf Kröck schreibt zum Programm:

„Wir befinden uns schon seit geraumer Zeit in einer Phase der Unruhe. Wir sehen weltweite Verwerfungen in politischen Systemen, Kräfteverschiebungen globaler Machtverteilung, ein Verlust der Verständigung über die Frage was Fakt ist und was Fake. Unruhe bedeutet aber auch, etwas ist in Bewegung, in Gang gesetzt. Dynamik entsteht. Kunst, Kultur und Theater sind in diesen Zeiten wichtiger denn je. Wir brauchen sie, um neue Blickwinkel zu bekommen, Fremdes wirken zu lassen, Unbekanntes auszuhalten.“

Die eingeladene Musiktheater-Produktion „Hast du schon gehört?“ von Theater Marabu greift diese Fragen zu Fake und Fakten auf und spielt mit viel Humor und Musik mit der Angst vor dem Fremden und entführt raffiniert in die Welt der Märchen, Gerüchteküchen und Fake News.

Hoffentlich zu sehen in der Zeit vom 25. – 27.Mai 2021 in der Halle König Ludwig1/2 in Recklinghausen.  Spieltermine

Weitere eingeladene Produktionen kommen u. a. vom Theater der Jungen Welt (Leipzig), Jungen Ensemble Stuttgart, Jungen Theater Bremen und vom Jungen DT.

Hier die Pressemitteilung im Bonner Generalanzeiger vom 10.04.2021  Einladung_marabu_Ruhrfestspiele

Durchbruch in der Brotfabrik!

Durchbruch im Erdgeschoss der Brotfabrik: Dahinter liegen 283 Quadratmeter des ehemaligen Getränkemarktes. Ein neuer Raum für Kunst und Kultur.

Bonner Generalanzeiger, Boulevard, vom 21.03.2021.
Hier der ganze Artikel: 2021-03-20_Brotfabrik_Vorstand_im_GA[24212]