Altersempfehlung: 14+

Der Mensch ist ein soziales Wesen und Berührungen mit anderen sind für ihn lebensnowendig. Berührungsarmut schädigt die geistige und körperliche Entwicklung bei Kindern, und nicht umsonst ist der Tatsinn der einzige Sinn, der im Gegensatz zu Hören, Riechen, Schmecken und Sehen im Laufe des Alters in seiner Intensität nicht abnimmt. Dabei hat sich die Berührungsqualität mit der Digitalisierung radikal verändert. Smartphone, Tastatur und Touchscreen machen einen Großteil unser Alltagsberührungen aus. Sie ermöglichen uns den Kontakt über den ganzen Erdball, ohne dass wir uns dafür nah sein müssen. Zudem hat die Pandemie Berührungen von Mensch zu Mensch als Gesundheitsrisiko in unser Bewusstsein dringen lassen und damit unser soziales Verhalten grundlegend verändert.

In TOUCH untersuchen fünf  Spieler*innen des jungen Ensemble aus der Perspektive einer DJ, eines Tätowierers, einer Bestatterin, eines Gamer und einer Forscherin die Bedeutung von Berührungen und was sie mit uns machen. In schnellen und harten Schnitten werden die verschiedenen Perspektiven auf das Thema miteinander verschränkt, ergänzen und kommentieren sich und schaffen humorvolle und berührende Einblicke in das, was uns unter die Haut geht.

Eine  Gemeinschaftsproduktion des Jungen Ensemble Marabu J.E.M.

Künstlerische Leitung: Tina Jücker, Claus Overkamp
Kostüme: Regina Rösing
Theaterpädagogik: N.N.
Lichtdesign: N.N.
Spiel:  Kai Gerschlauer, Heike Kubotsch, Agnes Nagy, Sonja Nellinger, Alex Preis
Dauer: 60 Minuten
Uraufführung: 21.08.2021
Grafik: Alex Preis
Fotos: N.N.

gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und der Stadt Bonn